Ziemlich gute Ansage, bis auf die Pointe am Ende, die das ganze einfach nur noch peinlich werden lässt. Es ist irgendwie eine Form der Kritik an Stadtraumnutzungskonflikten in Mode gekommen, die sich am Herkunfts- und Heimatsprinzip festbeißt: Du gehörst dahin, wir hierhin. Die Verwertungs- und Aufwertungsmechanismen hinter dem Gezanke werden allerdings nicht in den Blick genommen. Dass die Stimmen immer lauter nach Stille schreien können, liegt nicht daran, dass sie das auf schwäbisch oder sonstwas tun, sondern weil sie mehr Kohle haben. 030, euer Pamphlet ist wunderbar anschlussfähig an rechte Heimatideologien. Greift doch nicht die Menschen an, sondern die Strukturen dahinter. Ich verstehs nicht.
Ich weiß was du meinst, aber man kann ja auch nicht ganz verschweigen, dass es womöglich eher nicht die Berliner sind, die plötzlich alle neureich werden (&wurden), sondern primär eben schon die Zugezogenen. Übespitzt könnte man auch sagen: Die Stadt wurde genutzt, jetzt hat Sie für den ein oder anderen aber ihren Reiz verloren und also stürzt man sich auf was anderes, was einem jetzt anziehender erscheint. Den Ruhestand.
Zugezogene! Den Ausdruck kennt man doch gerade von den kleinen Dörfern. Mann, ich dachte, Berlin will eine Weltstadt sein. Da kann man doch nicht sagen "Ihr seid aber nur willkommen, wenn Ihr nix an der Stadt verändert...". Ich fände Offenheit auf beiden Seiten wichtig.
Ich kann diese Diskussion vollkommen verstehen, obwohl ich den letzten Satz auch ein wenig primitiv finde. Ich selbst wohne in Mitte und erlebe wie meine NAchbarn (die aber überwiegend cool und tolerant sind) gegen ein neues Kaffee, das coole Leute anzieht ankämpfen damit sie nachts bei offenen Fenster schlafen können. Wenn ich Ruhe will und Vögelzwitschern, dann ziehe ich nicht nach Mitte oder Prenzlberg oder Friedrichshain sondern in andere Stadtteile! Die Leute die einst in die hippen Stadtteile zogen um mittendrin zu wohnen tragen heute dazu bei, daß viel Szenekultur verlorengeht...kann nicht sein! Daher werde ich diesen Brief (ohne den letzten Satz) ausdrucken und in meinem Viertel aufhängen.....
Die Lärmschutzwand im SO36 hat ein einziger Mieter durchgesetzt. Und das Rumgehocke auf der Admiralsbrücke war früher kein Problem, weil sich damals nicht eine Horde trinkwütiger Lonely-Planet Leser bis spät in die Nacht laut kreischend OpenAir-Konzerte gegeben hat.
Ein ganz bisschen Verständnis, das ruhige Ecken zumindest zur Schlafenszeit ruhig bleiben, fände ich garnicht so schlecht. Und rumschreien und um 2 Uhr Nachts noch Gitarre spielen rockt auch nicht an jedem Ort, cool hin oder her.
Anonym kommentiert anonym... "ick freu ma...!" Nun, dann kommentiere ich auch mal anonym: Dieser Brief spricht allen Berlinern aus dem Herzen und Berliner sind alle, die hier leben und genau das Lieben und Bevorzugen, was eine Stadt ausmacht: Freiheit, Lärm, Stress und vor allem viele, viele unterschiedliche Menschen ! Stuttgart ist keine Stadt ! Küsschen....
Mir sagte jemand, dass nur gut 800.000 der in Berlin lebendenen Einwohner auch in Berlin geboren sind. Ohne die "Zugezogenen" wären wir hier also ein Scheiß-Pups-Kaff!
Berlin, die von Subventionen lebende Weltstadt, in der man alles was den Wohlstand und die Veränderung, von der man dort profitiert, hasst und sich wegwünscht. So lächerlich...
Tachchen!! von der sache trifft ihr den nagel schon auf den kopf!! was mich aber stört und heuschlerich finde ist , dass der verfasser selber so ein bunter, ungewaschener neu-berliner ist !!! " UMS ECK " so drückt sich kein berliner aus !!
Ziemlich gute Ansage, bis auf die Pointe am Ende, die das ganze einfach nur noch peinlich werden lässt. Es ist irgendwie eine Form der Kritik an Stadtraumnutzungskonflikten in Mode gekommen, die sich am Herkunfts- und Heimatsprinzip festbeißt: Du gehörst dahin, wir hierhin. Die Verwertungs- und Aufwertungsmechanismen hinter dem Gezanke werden allerdings nicht in den Blick genommen. Dass die Stimmen immer lauter nach Stille schreien können, liegt nicht daran, dass sie das auf schwäbisch oder sonstwas tun, sondern weil sie mehr Kohle haben.
AntwortenLöschen030, euer Pamphlet ist wunderbar anschlussfähig an rechte Heimatideologien. Greift doch nicht die Menschen an, sondern die Strukturen dahinter. Ich verstehs nicht.
Ich weiß was du meinst, aber man kann ja auch nicht ganz verschweigen, dass es womöglich eher nicht die Berliner sind, die plötzlich alle neureich werden (&wurden), sondern primär eben schon die Zugezogenen. Übespitzt könnte man auch sagen: Die Stadt wurde genutzt, jetzt hat Sie für den ein oder anderen aber ihren Reiz verloren und also stürzt man sich auf was anderes, was einem jetzt anziehender erscheint. Den Ruhestand.
AntwortenLöschenZugezogene! Den Ausdruck kennt man doch gerade von den kleinen Dörfern. Mann, ich dachte, Berlin will eine Weltstadt sein. Da kann man doch nicht sagen "Ihr seid aber nur willkommen, wenn Ihr nix an der Stadt verändert...". Ich fände Offenheit auf beiden Seiten wichtig.
AntwortenLöschenJaja, Berlin war ja soo cool in den Achzigern, der Zeit als Mitte einer Atomkrieg-Wüste geglichen hat und der Mietspiegel auf Alufolie geraucht wurde.
AntwortenLöschenDie Meisten die das glauben, haben es selbst nicht erlebt und finden Mediaspree einfach nur reaktionär/cool.
Ich kann diese Diskussion vollkommen verstehen, obwohl ich den letzten Satz auch ein wenig primitiv finde.
AntwortenLöschenIch selbst wohne in Mitte und erlebe wie meine NAchbarn (die aber überwiegend cool und tolerant sind) gegen ein neues Kaffee, das coole Leute anzieht ankämpfen damit sie nachts bei offenen Fenster schlafen können. Wenn ich Ruhe will und Vögelzwitschern, dann ziehe ich nicht nach Mitte oder Prenzlberg oder Friedrichshain sondern in andere Stadtteile!
Die Leute die einst in die hippen Stadtteile zogen um mittendrin zu wohnen tragen heute dazu bei, daß viel Szenekultur verlorengeht...kann nicht sein! Daher werde ich diesen Brief (ohne den letzten Satz) ausdrucken und in meinem Viertel aufhängen.....
In München gabs das knackiger formuliert. Eine resolute Dame mit Kopftuch (Mitte 30) hält sich den Zeigefinger über den Mund, darunter steht:
AntwortenLöschen"Psssst, wir sind ins Glockenbachviertel gezogen, um uns über die Lautstärke zu beschweren!"
Die Lärmschutzwand im SO36 hat ein einziger Mieter durchgesetzt. Und das Rumgehocke auf der Admiralsbrücke war früher kein Problem, weil sich damals nicht eine Horde trinkwütiger Lonely-Planet Leser bis spät in die Nacht laut kreischend OpenAir-Konzerte gegeben hat.
AntwortenLöschenEin ganz bisschen Verständnis, das ruhige Ecken zumindest zur Schlafenszeit ruhig bleiben, fände ich garnicht so schlecht. Und rumschreien und um 2 Uhr Nachts noch Gitarre spielen rockt auch nicht an jedem Ort, cool hin oder her.
Anonym kommentiert anonym...
AntwortenLöschen"ick freu ma...!"
Nun, dann kommentiere ich auch mal anonym:
Dieser Brief spricht allen Berlinern aus dem Herzen und Berliner sind alle, die hier leben und genau das Lieben und Bevorzugen, was eine Stadt ausmacht: Freiheit, Lärm, Stress und vor allem
viele, viele unterschiedliche Menschen !
Stuttgart ist keine Stadt !
Küsschen....
Mir sagte jemand, dass nur gut 800.000 der in Berlin lebendenen Einwohner auch in Berlin geboren sind. Ohne die "Zugezogenen" wären wir hier also ein Scheiß-Pups-Kaff!
AntwortenLöschenBerlin, die von Subventionen lebende Weltstadt, in der man alles was den Wohlstand und die Veränderung, von der man dort profitiert, hasst und sich wegwünscht. So lächerlich...
AntwortenLöschenTachchen!! von der sache trifft ihr den nagel schon auf den kopf!!
AntwortenLöschenwas mich aber stört und heuschlerich finde ist , dass der verfasser selber so ein bunter, ungewaschener neu-berliner ist !!!
" UMS ECK " so drückt sich kein berliner aus !!
"denn es sind immer die andern...wie könnt es anders sein"
AntwortenLöschenhttp://www.youtube.com/watch?v=9SmpbiM4VYY