Wieso schenken wir uns eigentlich immer nur zu Weihnachten und Geburtstagen etwas? Ok, es gibt noch weitere Anlässe, wie z.B. Muttertag, Vatertag, Namenstag, Valentinstag oder Hochzeitstag. Zu all diesen besonderen Tagen erwartet man in der Regel, etwas geschenkt zu bekommen. Das ist auch gut so. Schenken macht durchaus Spaß, beschenkt werden noch umso mehr. Zumindest dann, wenn nicht jedes Jahr Socken unter dem Weihnachtsbaum liegen oder einem die nächste lustige Tasse überreicht wird. Was einen oftmals schon vor dem Kauf oder der Fertigung eines Geschenkes verunsichert, ist die hohe Erwartungshaltung: Dieses Geschenk muss schließlich mindestens genauso gut sein wie das aus dem vergangenen Jahr bzw. sich aus der Masse der anderen auf jeden Fall hervorheben.

Einfacher macht man es sich da, wenn man nicht nur seine Freunde und Familie beschenkt, sondern z.B. einfach mal die eigenen Hausbewohner oder die Menschen aus dem eigenen Kiez. Das geht nämlich immer, ist völlig unverbindlich, erlaubt einem sogar anonym zu bleiben und trotzdem kann man sich und anderen damit eine Freude bereiten. In Berlin so scheint es, gibt es nicht nur die faulen Nachbarn von nebenan, die sich ihrer kaputten Fernseher und ausrangierten Matrazen mit der Aufschrift „Zum Verschenken“ oder „Zum Mitnehmen“ im Hauseingang entledigen zu versuchen, sondern tatsächlich auch Menschen mit sinnvollen „Teilungsangeboten“. Anstatt die umfangreiche Kollektion an überdrüssigem Weihnachtsgebäck auf Ebay zu versteigern, offeriert ein Bewohner aus Pankow seinen Nachbarn die Süßigkeiten einfach for free und platziert diese im Hausflur.

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Und auch das soll es geben: Manch einer teil gerne einen Frühstückshappen (Bossestraße in Friedrichshain) mit seinen Hausbewohnern. Die Partygänger werden es ihm danken. Feiern und im Treppenhaus wartet dann schon das Frühstück auf einen. Dit is Berlin.

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Ja werden denn jetzt alle Veganer? Wie dem auch sei: Aufgrund einer kleinen Ernährungsumstellung gibt es hier nun Leberwurst und Hühnchensuppe für den, der es mag.

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Doch die Berliner teilen ihre essbaren Leckereien nicht nur innerhalb ihrer Hausgemeischaft, auch im öffentlichen Raum stoßen wir immer wieder auf des Phänomen des foodsharing:

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Frische Reste für jedermann: Statt das Essen in die Tonne zu kippen, dann doch lieber in einen hungrigen Magen, dachte sich jemand  in der Samariterstraße in Friedrichshain.

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Neben Essbarem, teilen die Berliner übrigens auch noch andere nützliche Utensilien. Warum den Parkschein wegschmeißen, wenn ihn jemand anderes noch nutzen kann?!

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Halten wir also mal fest: Teilen ist ne gute Sache und bricht uns keinen Zacken aus der Krone. Der neue Weihnachts-Spot der Telekom zeigt auf eine besinnliche Art und Weise, das man auch etwas zurückbekommt, wenn man etwas gibt. :)

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