From the monthly archives: Dezember 2016

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Entdeckt von MICHELE in der Florastraße.

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Am 6.12 wird Sabine in der U5 Richtung Alexanderplatz ihr Geldbeutel mit vielen wichtigen Dokumenten gestohlen. Noch am gleichen Tag entdeckt unsere Leserin AYSHA diesen Aushang am U-Bahnhof Samariterstraße in Friedrichshain und sendet ihn uns ein. Wir posten den Zettel am späten Abend.

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Kurz darauf erhalten wir eine Mail von einem Leser. Er möchte anonym bleiben und Sabine 200 Euro Soforthilfe spenden. In Absprache mit ihm, veröffentlichen wir den exakten Wortlaut seiner Mail am Morgen des 7.12, legen noch 50 Euro obendrauf und fragen in die Runde, ob vielleicht auch noch andere etwas beisteuern wollen. Der Stein kommt ins rollen!

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Unfassbar viel herzliche Anteilnahme und  unfassbar viele Spendenanfragen gehen quasi im Minutentakt ein. Die Aktion spricht sich rum, der Zettel geht viral: Berliner Morgenpost, Spiegel Online, FAZ, BILD, Süddeutsche Zeitung, Züricher Zeitung und Co, zahlreiche bekannte Medien berichten über diese wunderbare Berliner Vorweihnachtsgeschichte. Früh morgens gehen diverse Fernsehanfragen von ZDF, RTL, Sat.1 dem rbb ein. Sabine möchte aber nicht vor die Kamera, wir lehnen daher alle Anfragen ab. Notes of Berlin übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Koordination der Spendenanfragen. Und wer keine Kohle geben kann, der gibt eben Schokolade.

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Es scheint, als lechzen die Medien zu diesem Zeitpunkt nach etwas heiler Welt. Berlin trifft es Anfang Dezember hart: Die Öffentlichkeit erfährt erst jetzt, dass bereits im Okotber eine junge Frau im U-Bahnhof Hermannplatz von einem wildfremden Mann brutal die Treppe heruntergestoßen wurde. Das von der Polizei Berlin veröffentlichte Video schockiert über die Stadtgrenzen hinaus. Ein Tag vor Nikolaus sticht ein Wahnsinniger einen Späti-Verkäufer im Prenzlauer Berg in den Bauch und verletzt ihn dabei schwer. Berlin, was ist los?

Überwältigt von der Spendenflut die bei uns auf dem Blog bzw. auf unseren Kanälen auf Facebook und Instagram eingeht, verfasst Sabine einen zweiten Zettel und hängt ihn an der gleichen Stelle auf, wo sie zuvor ihren Wutaushang angebracht hatte. Dieses mal mailt sie uns ein Foto des Aushangs selbst zu. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns auch schon persönlich bei uns im Office kennengelernt. Dabei kam auch der Gedanke auf, sollten mehr als 300 Euro an Spendengelder zusammen kommen (dies entspricht in etwa den Wiederbeschaffungskosten der gestohlenen Asuweise und Dokumente so Sabine), wirdalles darüber hinaus an eine Initiative  für alleinerziehende Mütter in Berlin gespendet (Mütterlobby). So kann auch anderen Müttern die sich erschwerten Lebensumständen ausgesetzt sehen, geholfen werden.

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Nur einen Tag nachdem Sabine bestohlen wurde, ereignete sich ein überaus tragischer Vorfall in Kiel Kronshagen: Eine Mutter von zwei Kindern wurde auf offener Straße bei lebendigem Leibe von ihrem getrennt lebenden Ehe-Mann angezündet. Die Frau verstirbt noch in der Nacht. Der grausame Mord sorgte bundesweit für Schlagzeilen, Sabine – selbst Mutter von zwei Kindern –  ist noch immer zutiefst darüber bestürzt. Daher haben wir uns darauf verständigt, das wir die Spendensumme zwischen der Mütterlobby und dem Verein KN hilft e.V., aufteilen. KN hilft sammelt Gelder für die beiden nun mutterlosen Kinder bzw. für deren Pflegefamilien.

Voller Freude können wir euch heute nun die finale Summe verkünden, die ihr alle da draußen gemeinsam möglich gemacht habt: 2187,97 Euro wurden uns bis heute überwiesen. Von 5 Euro bis 500 Euro, ihr habt das gegeben, was ihr geben konntet. Einfach toll! Sabine (Bildmitte) hat ihre 300 Euro schon überwiesen bekommen, die jeweils 944 Euro für die Mütterlobby und KN hilft e.V. werden über die Weihnachtstage transferiert. Wir sind stolz darauf, euch als Leser zu haben. :)

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In diesem Sinne:

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Auch für 2017 gilt: Schaut nicht weg, habt Mut und helft einander.

FROHE WEIHNACHTEN!

Euer Joab

 

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Entdeckt von SUSANNE in der Pappelallee im Prenzlauer Berg.

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weihnachtsgedicht

Entdeckt von JENNY in der Berliner Allee in Weissensee.

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Entdeckt von CHARLY in Marzahn.

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