Nicht nur weil uns der Name dieser Band schon seit ihrer Gründung sehr sympathisch anmutet,  können wir hier besten Wissens und Gewissens eine musikalische Empfehlung kundtun. Wir kennen die drei Jungs persönlich und hatten schon zweimal das Vergnügen: Privat im Wohnzimmer von Notes of Berlin und das zweite Mal dann auf dem Dach vom Klunkerkranich zur Crowdfunding-Fete für unser Filmprojekt. Beide Male haben sie das geschafft, wonach manch Berliner DJ’s stet lechzen: Es den Menschen auf der Tanzfläche stimmungstechnisch ordentlich zu besorgen. Und das obwohl die Mucke der Trouble Notes durchaus melancholisch daherkommt. So auch der neue Song Grand Masquerade.

Damit will das „Indie World Fusion Trio“ der Misere zahlreicher Individuen,  die in einer Welt voller Traditionen und Tabus nicht zurecht kommen, ein Emblem geben.

„Ich denke jeder einzelne von uns muss früher oder später Gedanken und Emotionen aus Angst vor den Reaktionen der anderen, zurückhalten.“ – So der Geiger Bennet Cerven. „Damit verhält es sich beinahe so als maskierten wir unser wahres Gesicht, um den gesellschaftlichen Normen und Traditionen gerecht zu werden. Als ich bei der Wall Street arbeitete, hab ich oft das Gefühl gehabt, als würde ich bestimmte Eigenschaften vor mir und meinen Kollegen verbergen müssen. Was mich dann am meisten verwunderte, war die Tatsache, dass es vielen Menschen genauso erging wie mir.“ 
Die Melodien von Grand Masquerade reflektieren daher verträumten Wehmut aber auch tragische Melancholie, die hinter dem Schleier der Maske steckt. Der Song verbindet klassisches Temperament mit keltischen Traditionen, während die Basis des Songs bestehend aus progressivem Rock und elektronischen Beats den Song sehr modern wirken lässt. Grand Masquerade wird somit zum Schnittpunkt zwischen traditionellen und progressiven Stilelementen, eine Gabelung an der das zwanghafte Gefühl die Maske tragen zu müssen und die Entsagung jeglicher Traditionen und Konventionen eng nebeneinander liegen. 
Notes of Berlin21(1)
In Zusammenarbeit mit der italienischen Regisseurin Lara Celenza  hatte die Band die Hoffnung eine theatralische Interpretation des Liedthemas zu schöpfen. „Wir wollten eine pervertierte Situation erschaffen, mit der sich jeder identifizieren kann – eine Familienauseinandersetzung.“ – so Bennet. „Wir legten somit die Szene mit der traditionellen Kernfamilie an, ein Familienbild, dass noch heute dem westlichen Standard entspricht. Inmitten dieser Familie wurde ein junges Mädchen platziert. 
Die Rollenverteilung ist strikt und klar definiert. Dennoch sehnt sich das junge Mädchen nach einer Fluchtmöglichkeit. Unter ihrer Maske verstecken sich Gefühle der Angst, Frustration und der Sehnsucht sich von der Maske zu lösen.“ Während die Szene sich entwickelt, emanzipiert sich ihr Dilemma zwischen einem Leben der maskierten Konformität und selbst verwirklichtem Individualismus.

Mehr Infos zu The Trouble Notes gibt es auf ihrer Website und auf Facebook.

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