Über 25 kreative Entwürfe hatten es in die Endrunde geschafft, aber nur eines an die Wand: Der Gewinner des Stir Creativity-Mural-Wettbewerbs aus dem Hause BOMBAY SAPPHIRE, ist der junge Berlin-Potsdamer Niklas. Die Mission hinter Stir Creativity ist es, das Potential von jungen Kreativen zu fördern und dabei zu unterstützen, eine größere Öffentlichkeit für ihre künstlerische Arbeit zu erlangen. Neben Berlin, wurden auch in vier weiteren Großstädten gewöhnliche Hauswände mit nationalen Künstlern in überdimensionale Kunstwerke verwandelt. Bereits im vergangenen Jahr erfolgte mit der temporären Canvas Bar am Potsdamer Platz, ein sehr erfolgreicher Stir Creativity-Startschuss in der Hauptstadt.

Das von ihm gestaltete Motiv wurde von professionellen Street-Artists nach exakt seinen Entwürfen an die 50 Meter breite und über 7 Meter hohe Rückwand des Haubentauchers in Friedrichshain gemalt. Bis Ende September ist das Kunstwerk noch zu bewundern. Anbei einige Fotos vom Entstehungsprozess des riesigen Wandgemäldes und wir haben auch mit Niklas über sein Gewinnermotiv und was ihn antreibt, gesprochen. 

Hallo Niklas, kann man dich als Berlin-Potsdamer bezeichnen?

Ja, durchaus. Meine Mutter wohnt in Potsdam, wo ich auch zur Schule gegangen bin. Mein Vater wohnt in Berlin und hier mache ich auch gerade ein Praktikum bei einer Werbeagentur. Beide Städte liegen ja um die Ecke, ich bin also schon immer mal hier und mal da gewesen. 

Würdest du dich selbst als kreativ bezeichnen bzw. woher kommt deine Affinität zum Gestalten?

Ich gestalte einfach gerne, das war schon als Kind so. Mein Vater ist Grafiker und ich habe mich deswegen vielleicht auch etwas mehr damit auseinandergesetzt bzw. ein Interesse dafür entwickelt. Momentan liegt mein Fokus eigentlich mehr auf Film und Fotografie, aber ich probiere mich gerne auf verschiedenen kreativen Gebieten aus. Ich hatte schon im Abitur Kunst-Leistungskurs gewählt, auch wenn das nicht heißt, dass man da nur Dinge machen kann, die man selbst gerne gestaltet, aber es fiel mir irgendwie leicht und hat enorm viel Spaß gemacht. Daran möchte ich jetzt einfach versuchen anzuknüpfen. 

Als du den Aufruf zum Wettbewerb von BOMBAY SAPPHIRE gesehen hast, was hat dich dazu bewogen mitzumachen?

Ich hab schon öfters bei Fotowettbewerben mitgemacht, aber nie was gewonnen. Und jetzt dachte ich mir eben, ich habe ja nichts zu verlieren und das eher auch als Übung gesehen um mich weiterentwickeln zu können. Ob ich da jetzt gewinne oder nicht, war für mich nicht entscheidend. 

Wie kam es zu deinem Entwurf?

Ich hatte überlegt, wie man diese doch sehr ungewöhnlich breite Fläche sinnvoll nutzen kann und da kam schnell die Idee, die Flaschen quer hinzulegen, weil das dann auch die Fläche voll ausfüllen würde. Zusammen mit Freunden kam der Einfall, dass es cool wäre das irgendwie auch mit der Location an sich, also dem Haubentaucher, zu verbinden. Und da lag es dann auf der Hand, in den Flaschen quasi einen Pool darzustellen. Es waren alles eher spontane Einfälle, ich hab da kein großes Brainstorming mit zehn Ideen gemacht, die ich entwickelt und wieder verworfen habe. Wichtig war mir, dass auch ein gewisses Gefühl vermittelt wird von Sommer, Entspannung und einer gewissen Relaxtheit. Die beiden Personen die jeweils in ihrem Pool sitzen, interagieren vielleicht auch etwas miteinander, zumindest guckt der Mann leicht zu der Frau rechts rüber… ob sie davon Notiz nimmt, man weiß es nicht. Ich wollte da einfach noch einen Anstoß zu einer möglichen Geschichte integrieren. 

Kannst du uns noch etwas zur Technik sagen, wie du bei der Gestaltung vorgegangen bist?

Der Entwurf ist komplett digital am Computer entstanden. Das Poolwasser, die Figuren, die Leiter, das Sprungbrett, das sind Illustrationen bzw. digitale Zeichnungen. Die beiden Flaschen sind reale Fotos und dann habe ich das alles u.a. mit Programmen wie Illustrator und Photoshop zusammengebastelt, auch dass die Fliesen dann aussehen wie die von einem Pool. 

Dein Motiv haben ja professionelle Street-Artists dann an die Wand gemalt. Bist du zufrieden mit der Umsetzung?

Ja, die haben wirklich große Arbeit geleistet. Man entwirft das ja erstmal nur am Computer und kann sich noch gar nicht so genau vorstellen, wie sowas dann auf eine 50 Meter lange Wand gebracht wird. Die haben dann nachts, wenn hier kein Zug stand, Projektoren aufgestellt, um damit dann als hilfreiche Vorlage die ganzen Wasserformen in den Pools malen können.

Nun hast du also mal im wahrsten Sinne des Wortes im großen Stil deine kreativen Spuren in Berlin hinterlassen können. Inwiefern ist die Stadt auch Impulsgeber für dich?

In Berlin kann man natürlich viel sehen, was gerade modern und angesagt ist, von daher, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann man sich schon viele wertvolle Inspirationen holen und somit ist Berlin auch immer irgendwie ein spannender Ideengeber. Ich reise sehr gerne, aber ich bin schon echt zufrieden, dass ich hier in der Stadt wohnen kann und würde auch gerne die nächsten Jahre hier meine Basis haben. 

Vielen Dank für das sympathische Gespräch Niklas und weiterhin viel Erfolg auf deinem Weg. 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit BOMBAY SAPPHIRE.

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